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So ist das Bieterverfahren entstanden!

Artikel von Tobias Rienhardt in der Ludwigsburger Kreiszeitung am 29.12.2018

Dass der Immobilienmarkt seit Jahren, einigermaßen turbulent ist, brauchen wir nicht weiter zu erörtern. Was allerdings häufig nach der Besichtigung einer Immobilie zur Sprache kommt, ist die Frage: Und wie geht es jetzt weiter? Darauf eine zufrieden stellende Antwort zu geben ist quasi unmöglich. Aus Sicht der Interessenten wünscht man sich die Möglichkeit, das Objekt in Ruhe, vielleicht auch in Begleitung eines Fachmanns, zu beurteilen, die Finanzierung zu prüfen, um dann eine Entscheidung zu treffen.

„Können Sie uns das Objekt solange reservieren?“ lautet die Frage. Dass das nicht realistisch ist, wird spätestens klar, wenn man bedenkt, dass bei jedem Verkaufsfall in und um Ludwigsburg ausnahmslos mindestens zehn Interessenten dieselbe Frage stellen. Nicht selten innerhalb weniger Stunden. Wie geht man damit um?

Die Schnellsten bevorzugen, die Ersten, die Charmantesten, den Lautesten? Das wäre weder fair noch realistisch. Das Problem ist grundsätzlicher Art: Wo mehrere Menschen Interesse an der gleichen Sache haben, braucht es eine nachvollziehbare und faire Entscheidungsfindung. Sonst wird es schnell unappetitlich, wie seinerzeit in der Disko, als alle Jungs die gleiche Braut cool fanden. Der andere Aspekt sind die Verkäufer. Mittlerweile hat es sich herum gesprochen, dass man für Immobilien gute Preise erzielen kann. „Ist denn vielleicht einer der Interessenten bereit, noch ein wenig was draufzulegen?“ Und schon war das „Bieterverfahren“ geboren. Mit dieser unscheinbaren Frage!

Wie soll man also vorgehen, um den „besten“ Käufer für eine Immobilie zu finden? Wir halten fest: Der Verkäufer ist selten abgeneigt, wenn sich am Preis noch etwas herausholen läßt. Tatsache. Denkt man zehn Jahre zurück, dann hat sich die Situation in aller Regel in etwa so dargestellt: Haus für 500.000 EUR. Zehn Interessenten, zehn Besichtigungen, fünf Kaufangebote. Mit wortgewandter Argumentation – Stichwort Renovierungsaufwand! – haben alle fünf erklärt, dass der ausgeschriebene Preis viel zu hoch gegriffen sei und dass man aus diesem und jenem Grund eben nur 420.000 EUR bereit sei zu bezahlen. Und der Makler hatte dann die Aufgabe, dem Verkäufer zu erklären, dass es eben der aktuellen Marktlage geschuldet sei, dass man den Wunschpreis nicht erzielen könne. Irgendwann hat man sich dann geeinigt und zähneknirschend zugestimmt, das Haus für 450.000 EUR zu verkaufen. Das war damals der erzielbare Marktpreis. Fair für beide Seiten!

Das Bieterverfahren ist und bleibt einfach ein fairer Preisfindungsprozess im Immobilienmarkt, der auch beim traditionsreichen Maklerbüro Immobilien Rienhardt in Ludwigsburg zum Einsatz kommt. Man mache sehr gute Erfahrungen mit dieser Vorgehensweise, auch wenn es für den Makler deutlich aufwendiger ist, als an den Erstbesten zu verkaufen. Alle Kaufinteressenten erhalten die gleiche Chance und haben die Möglichkeit, ein finales Angebot abzugeben. Ob diese Zahl über oder unter dem Angebotspreis liegt, liegt ganz im Ermessen des Kaufinteressenten.

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